VC20 „VolksComputer“

2. Juni 2010 at 00:16

COMMODORE VC20 8Bit „VolksComputer“

COMMODORE VC20 "VolksComputer" mit original Zubehoer
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commodore VC20 Tastaturcomputer (Brotkasten) COMMODORE VC20 und 1530 Datasette in original Verpackung Commodore 1530 Datasette Modell C2N
Gerätebeschreibung
Für den deutschen und europäischen Markt fertigte COMMODORE ab 1982 den VC20 „VolksComputer“ in seinem neu eröffneten Werk in Braunschweig. Entwickelt wurde der Heimcomputer ab April 1980 auf der Basis des schon beim PET 2001 eingesetzten MOS-6502A 8Bit Mikroprozessors und des neuen MOS 6561 Video Interface Chip kurz VIC. Zusammen mit dem 20 KByte großen ROM (Read Only Memory) war dieser Audio- und Videochip der Namensgeber für den in Amerika vertrieben VIC20 Homecomputer. Um Irritationen in der Aussprache mit dem Namen „VIC“ in Deutschland zu vermeiden, wurde das Computermodell hier als VC20 produziert. Aus dem Kürzel „VC“ entwickelte sich auf Grund des niedrigen Verkaufspreises und der daraus resultierende großen Verbreitung schnell der Name „VolksComputer“. Mit der Entwicklung des VC20 bzw. des VIC20 setzte die Commodore Business Machines erstmals auf den wachsenden Markt der Spielekonsolen- und Heimcomputer. Anders als die professionellen CBM Computersysteme, die ausschließlich über den Fachhandel vertrieben wurden, konnten die VC20 Computer somit auch erstmals im Einzelhandel und über Warenhäuser erworben werden. Mit dem VC20 Heimcomputern überschritt COMMODORE die Produktion von einer Millionen Geräte und machte sie 1982 zu dem meist verkauften Computersystem. Auf Grund des großen Erfolges wurde der „VolksComputer“ auch nach der Einführung des im Jahr 1982 eigentlich als Nachfolger vorgestellten C64 weiterproduziert und bis 1985 über 2,5 Millionen mal verkauft. Der Zugriff auf Computerspiele aber auch auf kommerziele Software erfolgt bei den VIC20 und VC20 Rechnern per Hardware-Module die in den Erweiterungs-Anschluss gesteckt, per Kassetten die über die 1530 Datasette oder per 5,25″ Diskette die über ein Diskettenlaufwerk eingelesen wurden.
Technisch unterscheidet sich der in Deutschland produzierte VC20 vom amerikanischen VIC20 zum einem durch das geänderte Layout der verkleinerten Hauptplatine und zum anderen durch das ab 1982 auch beim C64 eingesetzte Netzteil mit seinem 7 poligen runden Stromanschluss. Das Tastaturlayout im amerikanischen QWERTY-Layout wurde allerdings beibehalten.
Technische Daten & Spezifikationen
Hersteller / Vertrieb: COMMODORE Büromaschinen GmbH / COMMODORE GmbH
Modell / Modellnummer: commodore VC20 (Made in W.-Germany) / VC20
Produktion und Verkauf: von 1981 (ab 1982 in Deutschland) bis 1985 mit über 2,5 Millionen Rechner
Verkaufspreis: Listen-Neupreis: ? (Entwickelt für den Verkauf von ca. DM 1000,-)
Prozessor (CPU/MPU): MOS-6502A 8Bit-Mikroprozessor
ohne Coprozessor
Cache (Level 1 / Level 2): Kein Level 1 Cache und
kein Level 2 Cache
Taktfrequenz: Europäische PAL-Version mit 1,10 MHz (1,02 MHz bei der amerikanischen NTSC-Version)
Arbeitsspeicher (RAM): 5 KByte RAM (davon sind 3583 Bytes unter BASIC frei nutzbar); erweiterbar über 3, 8 und 16 KByte Hauptspeichermodule
ROM / BIOS: 20 KByte ROM (aufgeteilt in IC 2364-063, IC 2364-095 und IC 2332-177A) / beinhaltet das CBM Basic V 2.0, den Kernel und den Zeichensatz
Chipsatz / BUS-Typ: (2x MOS 6522 VIA-Chip für Daten Ein- und Ausgabe) / (Proprietär mit 44 Pin Erweiterungs- und Modulanschluss)
Laufwerkkontroller: MOS 6522 VIA-Kontrollerchip auf der Hauptplatine für die Datasette und seriellen Zugriff auf Floppylaufwerke
Laufwerke / Massenspeicher: externe 1530 Datasette über 12 poligen Kassettenanschluss, Erweiterungsmodule mit fest integrierten Spielen und Programmen sowie seriellem Anschluss von 5,25 “ Diskettenlaufwerken wie der 1540 Floppy
Grafikadapter: MOS-6561E VIC (Video Interface Chip) auf der Hauptplatine
Videoausgabe: RGB-Farbwiedergabe über 5pol. Composite-Anschluss an Monitor oder über externen HF-Modulator per Antennensignal an beliebigen Fernseher
Auflösung Grafik/Text: 176 x 184 Pixel bei max. 8 aus 16 Farben /
22 x 23 Zeichen
Bildschirm: externer RGB-Monitor über Composite-Anschlusskabel oder über seperaten, externen HF-Modulator beliebiger Fernseher
Soundchip: MOS-6561E VIC (Video Interface Chip) auf der Hauptplatine
Audioausgabe: 4 Stimmen (3x Musik und 1x Geräusche) zusammen mit der Videowiedergabe über den 5pol. Composite-Anschluss
Schnittstellen: Auf der Geräterückseite:
1x 44pol. spezieller Erweiterungsanschluss für Speicher- und Programmmodule
1x runder 5pol. Videoanschluss
1x runder 6pol. serielle Schnittstelle
1x 12 pol. Kassettenanschluss
1x 24pol. Anwender Ein- / Ausgabeschnittstelle (8-Bit Parallelschnittstelle)
Auf der rechten Geräteseite:
1x 9pol. Sub-D Schnittstelle für Joysticks, Padels und andere Steuergeräte;
Ein- \ Aus-Schalter;
runder 7pol. Stromanschluss
Erweiterungsslots: 1x proprietärer 44pol. Erweiterungs-Slot der über die Commodore 1020 Modul-Box um 6 Anschlussslots erweitert werden kann
Eingabegeräte (Tastatur/Maus): im Gehäuse integrierte QWERTY-Tastatur mit 62 teilweise mehrfach belegten Tasten und 4 seperaten Funktionstasten; 9pol. Sub-D Anschluss für Joystick, Lichtgriffel, oder 2 Paddles
Komunikation (LAN/Modem): Kein (LAN) Netzwerkzugriff aber Kommunikationsmöglichkeiten über externes Modem oder Akkustikkoppler
Stromversorgung: externes 220 Volt Netzteil (Part-No 902503-05) mit fest installiertem Netz- und Stromanschlusskabel
Betriebssystem: (VC20 Kernel und COMMODORE (CBM) Basic V 2.0)
Mitgelieferte Software: COMMODORE Basic V 2.0 im ROM
Lieferumfang Zubehör: Handbuch,
Netzteil (Part-No 902503-05),
HF-Modulator (Model: 100127-03)
Gehäuseform / Geräteklasse: Tastaturcomputer / Homecomputer
Abmessungen (BxHxT): 402 mm 79 mm x 204 mm
Gewicht: 1,5 Kg
Hersteller Optionen: 3, 8 und 16 KByte Speichererweiterungsmodule;
Spiele- und Programmmodule;
1020 Modul-Box für bis zu 6 Erweiterungsmodul;
1540 5,25″ Diskettenlaufwerk;
1530 (Model C2N) Datasette;
COMMODORE VC1515 Nadeldrucker
Erwerb und Zustand
Den obigen VC20 „VolksComputer“ in der Originalverpackung habe ich im Mai 2010 zusammen mit der 1530 Datasette, einem 16 KByte Speichererweiterungsmodul und einigem weiteren Zubehör und Büchern von einem Bekannten für meine Sammlung bekommen. Technisch ist der VC20 mit seinem externen HF-Modulator, den Einsteckmodulen und dem 1530 Kassettenlaufwerk sowie den meisten Programm- und Spielekassetten voll funktionstüchtig. Nach einer Reinigung und dem Entfernen eines Aufklebers auf der Oberseite ist das Gerät auch optisch in einem guten Zustand. Das Gehäuse ist lediglich altersbedingt leicht vergilbt.
Quellen: COMMODORE VC20 Handbuch und Ersatzteilkatalog, Commodore VC20 Seite auf Wikipedia sowie VC20/VIC20 aus dem Commodore Computer Online Museum.
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