Amiga 1000 & Amiga 1060

26. April 2010 at 22:25

COMMODORE Amiga 1000 & Amiga 1060 Computer

COMMODORE Amiga 1000 mit Amiga 1060 und Amiga 1084 Monitor
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Fotoalbum COMMODORE Amiga 1000
Fotoalbum COMMODORE Amiga 1060 „Sidecar“ Erweiterungseinheit
Fotoalbum COMMODORE Amiga 1084 Farbmonitor
Gerätebeschreibung
Der „Urvater“ aller Amiga-Computer wurde im Herbst 1985 nach rund vier Jahren Entwicklungszeit der Öffentlichkeit vorgestellt. Zuvor wurde die mit der Entwicklung beschäftigte Firma AMIGA durch COMMODORE übernommen. Nach dem Kauf des Unternehmens führte COMMODORE den Namen Amiga als Modellbezeichnung für den Multimediacomputer weiter. Basierend auf dem 68000er Mikroprozessor der Firma MOTOROLA und unterstützt durch die Co-Prozessoren, „AGNUS“ und „DENISE“ für die Grafik- und Bildaufbereitung sowie „PAULA“ für den Sound, übertraf der Amiga alle bis dahin auf dem Markt befindlichen Personalcomputersystemen in punkto Sound-, Grafik- und Bildverarbeitung. Mit einem Einführungspreis von rund 6000,- D-Mark versuchte COMMODORE anfänglich den Amiga als Mediencomputer im professionellen Marksegment zu etablieren. Der US-amerikanische Künstler Andy Warhol war z.B. einer der prominentesten Benutzer eines Amigas. Bedingt durch den schnelle Erfolg der günstigeren ATARI ST-Computer, gerade auch im Heimcomputermarkt, reagierte COMMODORE aber recht schnell mit niedrigeren Preisen und der Einführung der Nachfolgemodelle Amiga 500 und Amiga 2000. Im Zuge der neuen Modellpolitik bekam der „Ur“-Amiga die Bezeichnung COMMODORE Amiga 1000.
Anders als bei den Nachfolgemodellen, musste beim Amiga 1000 das Amiga-Kickstart als „Teilbetriebssystem“ noch von 3,5 Zoll Diskette geladen werden. Bei diesem Vorgang wird das Kickstart einmalig in den WOM-Speicher (Write Once Memory) geschrieben und kann anschließend bis zum Ausschalten des Computers dort immer wieder ausgelesen werden. Erst nach dem Laden der Kickstart-Diskette können anschließend die Amiga-Workbench sowie andere Anwendungen oder Spiele von Diskette gebootet und ausgeführt werden.
Um den Amiga 1000 auch für den großen Softwaremarkt der DOS (Disk Operating System) basierenden Programme zu erschließen, entwickelte COMMODORE die Amiga 1060 „Sidecar“ Erweiterungseinheit. Mit diesem „Beiwagen“, der über den rechts am Amiga 1000 ausgeführten Zorro-Bus angeschlossen wurde, war der Amiga voll IBM PC-XT (eXtended Technologie) kompatibel und es war möglich MS-DOS und andere Programme auszuführen. Die „Sidecar“ genannte Erweiterungseinheit ist dabei eigentlich ein mit ihrem eigenen 8088 Mikroprozessor, dem Arbeitsspeicher von 256 KByte RAM und einem 5,25″ 360 KByte PC-Diskettenlaufwerk eigenständiger XT-Personalcomputer, der auf den Bildschirm und die Tastatur des Amigas zurückgreift. Gestartet wird der Amiga 1060 XT-PC über eine Programmerweiterung in der Amiga Workbench.
Technische Daten & Spezifikationen
Hersteller / Vertrieb: Commodore Business Machines Limited, bzw. Commodore Büromaschinen GmbH
Modellbezeichung / Modellnummer: AMIGA 1000 / —
Produktion und Verkauf: von 1985 bis 1987
Verkaufspreis: Listenpreis: rund DM 6000,-
Prozessor (CPU): MOTOROLA 68000 Mikroprozessor mit intern 32 Bit und extern 16 Bit Datenbus
Taktfrequenz: 7,16 MHz NTSC; 7,09 MHz PAL
Arbeitsspeicher (RAM): 256 KByte RAM, intern erweiterbar auf 512 KByte; extern auf max. 8,5 MByte
ROM / BIOS: 256 KByte WOM (Write Once Memory), zur Aufnahme der Amiga-Kickstart von Diskette
Chipsatz und BUS-Typ: OCS (Original Chipset) / Zorro Bus mit 24-Bit-Adressraum
Laufwerkskontroller: Diskettenlaufwerks-Kontroller und Kontroller der seriellen Schnittstellen, sowie Soundkontroller im onboard PAULA-Chip integriert
Laufwerke / Massenspeicher: integriertes 2DD 3,5″ Diskettenlaufwerk mit 880 KByte Speicherkapazität, optional: externe 3,5″ oder 5,25″ Diskettenlaufwerke (max. 3 Stück)
Grafik: onboard AGNUS-Chip Grafikkontroller inkl. Blitter für animierte Grafiken und DENISE-Chip für die Erzeugung der Bildschirmdarstellung
Videoausgabe: Chomposite-Monochrom (FBAS) und RGB-Farbwiedergabe
Auflösung
Grafik / Text:
320 x 256 Pixel bei 32 Farben, oder 640 x 256 Pixel bei 16 Farben aus einer Farbpalette von 4096 Farben, sowie weiter Spezialmodie / 60 x 32 und 80 x 32 Zeichen
Bildschirm: externer (FBAS) Chomposite-Monochrom-Monitor, oder RGB-Farbbildschirm, sowie beliebiger Fernseher über 8pol. AV-Buchse
Audio: onboard PAULA-Chip für Stereo-Sound in HiFi-Qualität, ebenfalls Kontrollerchip der seriellen Schnittstellen und Diskettenlaufwerke
Tonausgabe: 4 Ton-Kanäle von denen je zwei für einen Stereo-Kanal zusammengefaßt werden
Ein-/Ausgabe Schnittstellen: Auf der Geräterückseite:
1x 4pol. Tastaturanschluss;
1x 25pol. Sub-D seriell (RS-232);
1x 25pol. Sub-D parallel (8-Bit Centronics);
1x 23pol. Sub-D RGB-Video;
1x 8pol. AV-Buchse;
1x Chinchbuchse FBAS-Monochrom-Video;
2x Chinchbuchse Audioausgang links/rechts;
1x 23pol. Sub-D Diskettenlaufwerk-Anschluss;
Auf der rechten Geräteseite:
2x 9pol. Sub-D Maus/Joystick
1x 86pol. Zorro-Expansionsport
Erweiterungsslots: 1x 86pol. Zorro-Expansionsport, auf der rechten Geräteseite;
1x interner RAM-Erweiterungsslot
Eingabegeräte
(Tastatur / Maus):
abgesetzte 96 Tasten Schreibmaschinentastatur (QWERTY) mit seperatem Nummernblock, Cursor- und Funktionstasten; extern: Amiga 2-Tasten Maus, Joystick, Joypad oder auch einem Lightpen
Komunikation
(LAN / Modem):
— / Modem extern über die serielle Schnittstelle anschliessbar
Stromversorgung: internes 220 – 240 Volt Netzteil mit Kaltgeräte-Stromanschluss
Betriebssystem: Amiga-Kickstart 1.1, zuerst von Diskette ins WOM zu laden, um anschließend das AmigaDOS mit der Arbeitsoberfläche Amiga-Workbench ebenfalls von Diskette zu laden
Mitgelieferte Software: Amiga-Kickstart 1.1, AmigaDOS und -Workbench 1.x und Amiga-Basic auf 3,5″ 2DD-Disketten
Lieferumfang Zubehör: Handbücher (Benutzer-, AmigaDOS- und Amiga-Basic Handbuch), Tastatur, Amiga 2-Tasten Maus und Kaltgerätestromkabel
Gehäuseform / Geräteklasse: Desktopcomputer / Multimedia (Home)Computer
Abmessungen (BxTxH): ? mm x ? mm x ? mm
Gewicht: ?
Hersteller Optionen: Speichererweiterungskarte mit 256 KByte RAM;
Amiga 1060 „Sidecar“ mit 8088 CPU, 256 KByte RAM und einem 360 KByte 5,25″ Diskettenlaufwerk;
A1010 2DD 3,5″ Diskettenlaufwerk (880 KByte);
A1081 oder A1084 RGB-Farbmonitor;
A520 MOD HF-Modulator (Fernsehmodulator)
Erwerb und Zustand
Den oben abgebildeten Amiga 1000 habe ich gebraucht zusammen mit der Amiga 1060 „Sidecar“ Personalcomputer-Erweiterungseinheit, einem Amiga 1084 Farbmonitor und diversem Zubehör gekauft.
Der Amiga 1000 Computer ist soweit unverbaut im originalen Zustand und technisch auch mit der „Sidecar“ XT-Erweiterungseinheit voll funktionsfähig. Optisch ist das Gerät in einem altersbedingten sehr guten Zustand.

Quellen: „AMIGA Grundlehrgang Der richtige Einstieg“ von K. Schneider und O. Steinmeier im Heim Verlag erschienen, „Amiga-Hardware-Tuning“ von Uwe Gerlach und Christian Hochberger bei Markt&Technik erschienen.

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