VIC20

26. April 2006 at 09:15

COMMODORE VIC20 8Bit-Homecomputer

COMMODORE VIC20 8Bit-Homecomputer
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commodore VIC20 Tastaturcomputer Innenansicht des COMMODORE VIC20 Homecomputers COMMODORE Netzteil Modell 1001038-03 des VIC20 Homecomputers
Gerätebeschreibung
Dieser noch in Amerika produzierte VIC20 Homecomputer, wurde ab April 1980 auf der Basis des schon beim PET 2001 eingesetzten MOS-6502A 8Bit Mikroprozessors und des neuen MOS 6561 Video Interface Chip kurz VIC entwickelt. Zusammen mit dem 20 KByte großen ROM (Read Only Memory) war dieser Audio- und Videochip der Namensgeber für den VIC20 Homecomputer. Um Irritationen in der Aussprache mit dem Namen „VIC“ in Deutschland zu vermeiden, wurde der Computer hier ab 1982 als VC20 produziert und vertrieben. Mit der Entwicklung des VIC20 setzte die Commodore Business Machines erstmals auf den wachsenden Markt der Spielekonsolen- und Homecomputer. Anders als die professionellen CBM Computersysteme, die ausschließlich über den Fachhandel vertrieben wurden, konnten die VIC20 und VC20 Computer auch erstmals im Kaufhaus und anderen Discountern erworben werden. So überschritt COMMODORE mit diesem Homecomputermodell bereits 1982 die Produktion von einer Million Geräte. Auf Grund des großen Erfolges, wurden der VC20 Homecomputer auch nach der Einführung des im Jahr 1982 eigentlich als Nachfolger vorgestellten C64 weiterproduziert und bis 1985 über 2,5 Millionen mal verkauft.
Der Zugriff auf Computerspiele, sowie auf kommerzielle und andere Software, erfolgt bei den VIC20 und VC20 Rechnernmodellen auf drei verschiedene Wege. Wie bei Spielekonsolen, konnten Hardware-Module mit fest integrierten Spielen in den Erweiterungs-Anschluss gesteckt werden. Über eine extern angeschlossene 1530 Datasette, ließen sich Programme laden und Daten wieder auf Kasette speichern. Der komfortabelste Zugriff erfolgte von 5,25″ Diskette, die ebenfalls über ein externes Diskettenlaufwerk eingelesen werden konnten.
Technisch unterscheidet sich das ab 1982 in Deutschland produzierte Modell VC20 vom amerikanischen Modell VIC20 duch ein geändertes Layout des Mainboards und durch ein anderes Netzteil.
Technische Daten & Spezifikationen
Hersteller / Vertrieb: Commodore Business Machine Inc. / COMMODORE GmbH
Modellbezeichnung / Modellnummer: commodore VIC20 (Amerikanisches Modell) / VIC20
Produktion und Verkauf: von 1981 (ab 1982 auch in Deutschland) bis 1985 mit über 2,5 Millionen Rechner
Verkaufspreis: Listen-Neupreis: ? (Entwickelt für den Verkauf von unter USD 300,-)
Prozessor (CPU/MPU): MOS-6502A 8Bit-Mikroprozessor
ohne Coprozessor
Cache (Level 1 / Level 2): Kein Level 1 Cache und
kein Level 2 Cache
Taktfrequenz: Europäische PAL-Version mit 1,10 MHz (1,02 MHz bei der amerikanischen NTSC-Version)
Arbeitsspeicher (RAM): 5 KByte RAM (davon sind 3583 Bytes unter BASIC frei nutzbar); erweiterbar über 3, 8 und 16 KByte Hauptspeichermodule
ROM / BIOS: 20 KByte ROM (aufgeteilt in IC 2364-063, IC 2364-095 und IC 2332-177A) / beinhaltet das CBM Basic V 2.0, den Kernel und den Zeichensatz
Chipsatz / BUS-Typ: (2x MOS 6522 VIA-Chip für Daten Ein- und Ausgabe) / (Proprietär mit 44 Pin Erweiterungs- und Modulanschluss)
Laufwerks-
kontroller:
MOS 6522 VIA-Kontrollerchip auf der Hauptplatine für die Datasette und seriellen Zugriff auf Floppylaufwerke
Laufwerke / Massenspeicher: externe 1530 Datasette über 12 poligen Kassettenanschluss, Erweiterungsmodule mit fest integrierten Spielen und Programmen sowie seriellem Anschluss von 5,25 “ Diskettenlaufwerken wie der 1540 Floppy
Grafikadapter: MOS-6561E VIC (Video Interface Chip) auf der Hauptplatine
Videoausgabe: RGB-Farbwiedergabe über 5pol. Composite-Anschluss an Monitor oder über externen HF-Modulator (Modell 1001027-03) per Antennensignal an beliebigen Fernseher
Auflösung Grafik/Text: 176 x 184 Pixel bei max. 8 aus 16 Farben /
22 x 23 Zeichen
Bildschirm: externer RGB-Monitor über Composite-Anschlusskabel oder über seperaten HF-Modulator, anschluss an beliebigen (analogen) Fernseher
Soundchip: MOS-6561E VIC (Video Interface Chip) auf der Hauptplatine
Audioausgabe: 4 Stimmen (3x Musik und 1x Geräusche) zusammen mit der Videowiedergabe über den 5pol. Composite-Anschluss
Ein-/Ausgabe Schnittstellen: Auf der Geräterückseite:
1x 44pol. spezieller Erweiterungsanschluss für Speicher- und Programmmodule
1x runder 5pol. Videoanschluss
1x runder 6pol. serielle Schnittstelle
1x 12 pol. Kassettenanschluss
1x 24pol. Anwender Ein- / Ausgabeschnittstelle (8-Bit Parallelschnittstelle)
Auf der rechten Geräteseite:
1x 9pol. Sub-D Schnittstelle für Joysticks, Padels und andere Steuergeräte
Ein- Aus-Schalter
2pol. Stromanschluss
Erweiterungsslots: 1x proprietärer 44pol. Erweiterungs-Anschluss der über die Commodore 1020 Modul-Box um 6 Anschlussslots erweitert werden kann
Eingabegeräte (Tastatur/Maus): im Gehäuse integrierte QWERTY-Schreibmaschinentastatur mit 62 teilweise mehrfach belegten Tasten und 4 seperaten Funktionstasten; 9pol. Sub-D Anschluss für Joystick, Lichtgriffel, oder 2 Paddles
Komunikation (LAN/Modem): Kein (LAN) Netzwerkzugriff aber Kommunikationsmöglichkeiten über externes Modem oder Akkustikkoppler
Stromversorgung: externes 220 Volt Netzteil (Modell 1001038-03) mit fest installiertem Netz- und Stromanschlusskabel
Betriebssystem: (VC20 Kernel und COMMODORE (CBM) Basic V 2.0)
Mitgelieferte Software: COMMODORE Basic V 2.0 im ROM
Lieferumfang Zubehör: Handbuch, Netzteil (Modell 1001038-03), HF-Modulator (Model: 100127-05)
Gehäuseform / Geräteklasse: Tastaturcomputer / Homecomputer
Abmessungen (BxHxT): 402 mm 80 mm x 204 mm
Gewicht: 1,5 Kg
Hersteller Optionen: 3, 8 und 16 KByte Speichererweiterungsmodule;
Spiele- und Programmmodule;
1020 Modul-Box für bis zu 6 Erweiterungsmodul;
1540 5,25″ Diskettenlaufwerk;
1530 (Model C2N) Datasette;
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Erwerb und Zustand
Das obige VIC20 Modell mit dem schwarzem 220 V Netzteil (Modell 1001038-03), dem externen schwarzem HF-Modulator (Modell 1001027-05) und drei Spielemodulen habe ich 1998 auf einem Flohmarkt für 20,- DM erworben. Der 8Bit Homecomputer ist optisch und technisch in einem sehr guten und voll funktionstüchtigem Zustand.

Quellen: COMMODORE VC20 Handbuch und Ersatzteilkatalog, Commodore VC20 Seite auf Wikipedia sowie VC20/VIC20 aus dem Commodore Computer Online Museum.

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